Dienstag, Juni 18, 2024
Allgemein

Radlwallfahrt 2017

Zur 15. Radlwallfahrt der DJK Grafenberg brachen am Fronleichnamstag 28 Radlwallfahrer auf. Treffpunkt war dieses Jahr Kleinprüfening, nahe der Wallfahrtskirche Maria Ort.Zum morgendlichen Gebetskreis auf dem Kirchplatz der Wallfahrtskirche begrüßte Organisator Michael Herrler die 11 Frauen und 17 Männer sowie das Ehepaar Scherbaum, das die Radlerinnen und Radler mit seinem Wohnmobil auf der gesamten Strecke begleitete und stets für frische Getränke sorgte.
Die erste Etappe führte auf dem Donauradweg bis Regensburg. Über die steinerne Brücke kamen die Wallfahrer zum Domplatz. Im Regensburger Dom feierte die Gruppe den Fronleichnamsgottesdienst, der von Bischof Voderholzer zelebriert und von den Regensburger Domspatzen mitgestaltet wurde. Danach zogen die Wallfahrer mit der Prozession, die ebenfalls von den Domspatzen musikalisch begleitet wurde, durch die Straßen der Regensburger Altstadt. Nach der Mittagspause ging es auf dem Regentalradweg in nördlicher Richtung nach Regenstauf und weiter zur Kaffeepause nach Ramspau, wo in der St. Laurentius Kirche eine kurze Andacht gefeiert wurde. Danach radelten die Teilnehmer zur ersten Übernachtung nach Nittenau, wo in der Pfarrkirche Mariä Geburt das Abendgebet gesprochen und gesungen wurde.

Der zweite Tag führte über Reichenau nach Walderbach wo sich die Wallfahrer in der Klosterkirche zum Morgengebet trafen. Nach 20 KM relativ ebener Fahrt kam die größte Herausforderung der ganzen Tour auf die Radler zu. Musste doch über den Palmberg zur Wallfahrtskirche Heilbrünnl ein Höhenunterschied von 150 Metern auf einer Weglänge von zwei Kilometern überwunden werden. In der Wallfahrtskirche feierten die Wallfahrer eine Andacht, ehe sie in der Wallfahrtsgaststätte mit einem Weißwurstfrühstück entschädigt wurden. Der Rest der 72 KM langen Tagesetappe ging stets am Regen entlang und war ohne große Anstrengungen, zum Teil mit gutem Rückenwind, leicht zu bewältigen. So hatten die Radler Gelegenheit die wunderschöne Landschaft des Regentales zu genießen. Zum Mittagsgebet kehrten die Wallfahrer in die Stadtpfarrkirche Cham ein. Die letzten 30 KM des Tages über Chamerau und Miltach wurden noch von einer Gymnastikpause mit Lydia Herzog am Blaibacher See unterbrochen. Vor der zweiten Übernachtung in Bad Kötzting besuchten die Wallfahrer noch in der Pfarrkirche des Ortes zum Abendgebet.

Zum Morgenkreis des dritten Tages versammelten sich die Teilnehmer im Kurpark von Bad Kötzting. Danach ging es auf dem gleichen Weg des Vortages zurück bis Miltach wo in der St. Martinskirche eine kurze Andacht die Fahrt unterbrach. Anschließend verließen die Radler den Regentalradweg und begaben sich auf den Donau-Regen-Radweg. An einer ehemaligen Bahnlinie zieht sich der 40 KM lange, gut ausgebaute Weg bis Bogen. Die letzten 12 KM des Tages bis Straubing wurden durch den Gegenwind etwas anstrengender. In der St. Jakobsbasilika in Straubing feierten die Wallfahrer die Vorabendmesse mit, ehe sie sich zur dritten Übernachtung am Rande der Stadt begaben.

Am Tiergartengelände in Straubing versammelten sich die Wallfahrer zum morgendlichen Gebetskreis des vierten Tages. Der Weg zurück Richtung Regensburg führte über die Dörfer des Gäubodens. Bewusst wurde der Donauradweg gemieden, so ging es über Rinkam, Atting und Rain nach Sünching. Weiter wurde die Wallfahrtskirche zur seligen Jungfrau in Scheuer für eine längere Andacht besucht. In einem Biergarten in Köfering war Mittagspause. Über Obertraubling und Burgweinting steuerten die Radler wieder Regensburg an. Nach einer kurzen Pause wurde am Regensburger Stadtpark entlang das Ziel, wieder die Wallfahrtskirche Maria Ort, angesteuert. Hier wurde nochmal zum Dank gebetet und mit dem Lied „Großer Gott wir loben Dich“ die Wallfahrt abgeschlossen.
Auf dem Kirchplatz versammelten sich die Teilnehmer zum Abschiedskreis. Traditionell wurde auch die diesjährige Wallfahrt ohne E-Bikes, nur mit reiner Muskelkraft durchgeführt. Obwohl heuer die Wallfahrt in den Bayerischen Wald geführt hatte, waren die 248 KM von Allen als eine der leichtesten Touren empfunden worden. Das Wetter hätte zum Radeln nicht besser sein können. Beim Abschlusskreis dankte Michael Herrler den Teilnehmern, dem Ehepaar Scherbaum für die Begleitung, sowie dem Ehepaar Stilla und Willi Fuchs aus Mühlhausen, die einen Teil der Wege erkundet hatten. Werner Mederer aus Göggelsbuch dankte im Namen der Gruppe dem Organisationsteam für die Vorbereitung und Durchführung der gelungenen Wallfahrt.